The show must go on

Stadtjugendring wählt neuen Vorstand

Am 23. November 2021 trafen sich die im Stadtjugendring Lörrach zusammengeschlossenen Vereine der Jugendarbeit im Gildenkeller in Lörrach zu ihrer Jahreshauptversammlung. Die Delegierten aus den Mitgliedsvereinen wählten einen neuen Vorstand. Darüber hinaus zeigte sich der große Stellenwert von Information und Austausch untereinander. Neben Vertreterinnen und Vertreter aus 13 Vereinen nahm auch Stefan Dieterle als Vertreter der Stadt an der Delegiertenversammlung teil.

Daniele Cipriano, der in den letzten beiden Jahren den Verein kommissarisch geführt hatte, stellte in seinem Rechenschaftsbericht klar, dass „Jugendarbeit am Bildschirm“ nicht funktionieren könne. So sei es unter Pandemiebedingungen kaum möglich gewesen sei, Jugendarbeit aufrecht zu erhalten. Cipriano dankte den anwesenden Delegierten deshalb umso mehr für ihre Kreativität und Durchhaltevermögen.

In seinem Kassenbericht für die Jahre 2020 und 2021 konnte Jörg Roßkopf aufzeigen, dass der Stadtjugendring finanziell „gesund“ aufgestellt ist.
Der Verein erhält seitens der Stadt jährlich 15 000 Euro als Grundförderung für die Jugendarbeit in den angeschlossenen Vereinen. 5000 Euro gibt es außerdem für Projektförderung. Im Rahmen der Haushaltskonsolidierung wurde nun beschlossen, die Projektförderung einmalig auszusetzen. Der Stadtjugendring kann diese Sparmaßnahme auffangen, weil im letzten Pandemiejahr nur ein kleiner Teil der für Projekte reservierten Zuschussgelder abgerufen wurde und deshalb nach wie vor zur Verfügung steht. Für die Zeit nach der Pandemie rechnet der Kassierer allerdings mit vermehrten Nachfragen für Projektförderung und wird sich entsprechend dafür einsetzen, dass es dann wieder entsprechende Fördergelder seitens der Stadt geben wird.

Nach der Entlastung von Schatzmeister und Vorstand fanden die Wahlen in den Vorstand statt. Daniele Cipriano wurde einstimmig zum neuen Vorsitzenden des Stadtjugendring Lörrach e. V. gewählt.

Ebenso einstimmig wurden Thomas Böhringer (Jusos Lörrach) zum stellvertretenden Vorsitzenden und Benjamin Aust-Gombocz (JDAV) zum Beisitzer gewählt. Jörg Rosskopf (Narrengilde Lörrach) und Christine Strohmeyer (CISV Lörrach) wurden in ihren Ämtern als Kassierer und Schriftführerin bestätigt.

Nach den Wahlen gab es einen intensiven Austausch darüber, wie die Jugendverbände ihre Aktivitäten in der Pandemie erlebten. So berichtete Birgit Friedlin, Jugendleiterin des Musikverein Brombach 1845 e. V., dass die Kinder, die jetzt neu in den Musikverein eintreten, großen Nachholbedarf hätten. Der Mindestabstand zwischen den Kindern sorge außerdem weiter für ein fehlendes Miteinander.

Die momentane Lage gibt Anlass zu großer Sorge. Nach dem Motto „The Show must go on“ lautete der Grundtenor der Versammlung dennoch, dass Jugendarbeit in den Vereinen weiterhin geplant und soweit möglich für Kinder und Jugendliche Treffen in Jugendgruppen angeboten werden sollen. Die Pandemie zeige, wie wichtig sich Ausprobieren, Lernen, Begegnung und Austausch gerade für junge Menschen ist.

Daniele Cipriano betonte den großen finanziellem Nachholbedarf seitens der Stadt. „An der Jugend zu sparen ist der falsche Ansatz“, gab er Herrn Dieterle mit auf den Weg.

Von links nach rechts: Christine Strohmeyer (CISV), Thomas Böhringer (Jusos), Daniele Cipriano (Jusos), Benjamin Aust-Gombocz (jDAV), Jörg Roßkopf (Narrengilde)

Gerne mehr zu unserem Vorstand hier: Vorstand

Jugendarbeit in Zeiten der SARS-Covid19 Pandemie

Wie können wir Jugendarbeit in diesen Zeiten gewährleisten oder umsetzen?

Die Pandemie rum um das Virus SARS-Covid19 lässt nicht locker. Die Fallzahlen steigen und steigen weiter. Die Bundesregierung hat mit den Ländern ein weiterer „Lockdown“ beschlossen. Dieser ist anlässlich der steigenden Fallzahlen unerlässlich. Schon vor diesem Lockdown galt bei uns in Lörrach die Pandemiestufe 3. Das bedeutet für uns, dass wir in unserer Arbeit mit weiteren Beschränkungen konfrontiert wurden. Eine Normalität war schon vor dem „Lockdown“ kaum möglich. Und jetzt ist es umso weniger möglich. Zum Beispiel sind gemischte Gruppen undenkbar geworden.

Kinder und Jugendliche müssen sich in der Familie zu Recht finden und können nicht im Verein und Hobby „die Luft rauslassen“. Das sehen wir als Stadtjugendring Lörrach e. V. als ein großes Problem rund um die Pandemie.

Allerdings birgt die Pandemie eine weitere Gefahr. Die Gefahr, dass wir uns ohne gesellschaftliches Engagement an die Situation gewöhnen könnten. Das wir uns an einer Zeit ohne Engagement gewöhnen. Das birgt das Problem, dass wir als Ehrenamtliche wieder Kraft anwenden müssen, wenn wir wieder in der Lage sind zu engagieren.

Es scheint, als ob die Welt stillstehen würde, doch der Bedarf für Jugendarbeit bleibt weiterhin vorhanden. Auch die Vernetzung unter den Vereinen ist und bleibt unerlässlich. Diese ist verständlicherweise auch kaum vorhanden.

Ganz davon abgesehen, dass aufgrund der Pandemie für die Vereine Feste, Veranstaltungen und Kurse wegfallen und damit finanzielle Engpässe entstehen können.

Wir müssen daher neue Wege finden und diese auch gehen. Neue Wege wären Online-Angebote anzunehmen und uns online zu vernetzen. Das kann niemals die komplette Jugendarbeit im Verein mit den Kindern und Jugendlichen ersetzen, dennoch ist es ein hilfreiches Werkzeug für diese Zeit der Isolierung. Wir im Vorstand sind dabei ein solches Werkzeug zu erarbeiten.

Wir als Stadtjugendring Lörrach e. V. stehen euch für jegliche Fragen zum Thema Jugendarbiet zur Verfügung. Spricht uns gerne an.

www.Live-Karikaturen.ch, CC BY-SA 4.0